MEHR SICHERHEIT, MEHR ZEIT, MEHR GELD

MIT DEM TELIS-SYSTEM

Jahreswechsel: Das ändert sich 2017

Regensburg, den 18. Dezember 2016

Nach der Stille und Besinnlichkeit der Weihnachtsfeiertage kommen wie jedes Jahr Gesetzesänderungen und Reformen auf uns zu. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir alles Wichtige zusammengefasst. Ab Januar 2017 gilt Folgendes:

Pflegereform - Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade

Die große Pflegereform, die zum Januar 2017 in Kraft tritt, definiert den Begriff der „Pflegebedürftigkeit“ neu. Statt den Pflegestufen 1, 2 und 3 gibt es jetzt Pflegegrade von 1 bis 5. Neben den bislang hauptsächliche körperlichen Beeinträchtigungen sollen dann auch psychische und kognitive Einschränkungen betrachtet werden und in die Beurteilung mit einfließen. So haben beispielsweise Demenzkranke, die körperlich fit sind, mit der neuen Reform einen Anspruch auf einen entsprechenden Pflegegrad. Für die Einstufung werden sechs Begutachtungskriterien eingeführt: Selbstversorgung, Mobilität, Verhalten, geistige und kommunikative Fähigkeiten, soziale Kontakte sowie der Umgang mit Erkrankungen und Belastungen. Wer bereits in 2016 eine anerkannte Pflegestufe hat, der soll mit der neuen Reform in den nächsthöheren Pflegegrad rutschen. So soll niemand schlechter gestellt werden als zuvor.

Pflegeversicherung – Versicherungsbeiträge steigen

Um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent steigt der Beitrag in der Pflegeversicherung. Kinderlose Versicherte müssen zudem einen Zuschlag von 0,25 Prozent bezahlen. Ihr Beitragssatz beträgt 2,8 Prozent.

Beitragsbemessungsgrenze – erhöht sich

Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze im Westen von 6.200 auf 6.350 Euro Brutto-Monatseinkommen, im Osten von 5.400 auf 5.700 Euro. Für den darüber liegenden Lohn müssen keine Beiträge an diese Sozialversicherungen abgeführt werden. Die Anhebung wirkt sich auch auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) aus. Es erhöht sich der geförderte Höchstbetrag, also der Gehaltsbestandteil, der ohne Abzug von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investiert werden kann, auf 254 Euro monatlich (3.048 Euro pro Jahr). Dies entspricht aktuell vier Prozent der BBG der gesetzlichen Rentenversicherung West. Steuerfrei sind sogar unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche 1.800 Euro jährlich möglich.

Einheitlich gilt die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung. Sie steigt 2017 auf monatlich 4.350 Euro. Ab einer Jahresarbeitsentgeltgrenze von 57.600 Euro können sich Arbeitnehmer 2017 privat krankenversichern. Bis zu dieser Grenze besteht die Pflichtmitgliedschaft.

Basis-Rente - Sonderausgabenabzug steigt um zwei Prozentpunkte

Beiträge zu einer Basis-Rente können zusammen mit denen zur gesetzlichen Rentenversicherung vom zu versteuernden Einkommen als Sonderausgaben abgezogen werden. Im Januar steigt der dazu mögliche Betrag auf 23.632 Euro (bzw. 46.724 Euro bei Verheirateten). Tatsächlich ansetzbar sind davon 84 Prozent (im Vorjahr: 82 Prozent). Das bedeutet: Bei Beiträgen in Höhe der maximal möglichen Förderung von 23.632 Euro sind tatsächlich 19.624 Euro (39.248 Euro für Verheiratete bei Beiträgen in Höhe von 46.724 Euro) steuerlich ansetzbar.

Mindestlohn – steigt von 8,50 Euro auf 8,84 Euro

Arbeitnehmer, die den Mindestlohn erhalten, bekommen ab Januar um 34 Cent pro Zeitstunde mehr. Das entspricht rund 55 Euro mehr im Monat gegenüber dem bisherigen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Alle zwei Jahre entscheidet eine ständige Kommission der Tarifpartner nach dem Mindestlohngesetz über die Anpassung der Höhe des Mindestlohns - das nächste Mal dann im Jahr 2018.

Hartz IV – die Regelsätze werden erhöht

Auch für Hartz IV-Empfänger gibt es zum 1. Januar 2017 mehr Geld. Der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt von 404 auf 409 Euro pro Monat. Bei Paaren erhält jeder Partner 368 statt 364 Euro. Wer unter 25 Jahre alt ist und im Haushalt der Eltern wohnt, bekommt dann statt 324 nun 327 Euro. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren erhalten fünf Euro mehr im Monat. Ihr Satz erhöht sich von 306 auf 311 Euro. Kinder von Hartz IV-Familien, die zwischen sechs und 13 Jahre alt sind, erhalten 21 Euro mehr. Familien mit Kleinkindern gehen bei dieser Erhöhungs-Runde allerdings leer aus. Für sie bleibt es bei 237 Euro im Monat.

Rente -die Flexi-Rente kommt

Mit der neuen Flexi-Rente sollen ältere Arbeitnehmer den Übergang in die Rente flexibler gestalten können. Es soll einfacher werden, im höheren Alter einem Job nachzugehen und gleichzeitig eine vorgezogene Rente zu erhalten. Und: Künftig können Rentner 6.300 Euro jährlich anrechnungsfrei hinzuverdienen. Bislang gab es drastische Kürzungen, wenn jemand mit 63 in Rente ging, aber mehr als 450 Euro im Monat dazuverdient hatte. Arbeitgeber müssen für Beschäftigte, die über der Rentenaltersgrenze liegen, dann auch keine Beiträge mehr zur Arbeitslosenversicherung bezahlen.

Unterhalt – mehr Geld für Trennungskinder

Ab dem 1. Januar 2017 wird die sogenannte Düsseldorfer Tabelle geändert. Sie gibt Richtwerte zur Bemessung des Unterhalts von Kindern getrennt lebender Paare vor. Getrennt lebende Väter oder Mütter müssen dann mehr Unterhalt für ihren Nachwuchs bezahlen. Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder beträgt in der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 342 Euro statt bisher 335 Euro. In der 2. Altersstufe, vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres haben die Kinder einen Anspruch auf 393 Euro statt bisher 384 Euro. Vom 13. bis zum 18. Lebensjahr werden 460 Euro statt bisher 450 Euro monatlich an Unterhalt fällig. Ist ein Kind volljährig, so steigt der Mindestbedarf um 11 Euro auf 527 Euro.

Steuer - neue Abgabetermine und Steuerentlastung

Die Steuererklärung muss ab dem Steuerjahr 2017 erst bis zum 31. Juli des darauffolgenden Jahres beim Finanzamt vorliegen. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat künftig bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit, seine Steuererklärung einzureichen. Belege müssen künftig nicht mehr eingereicht werden. Das Finanzamt fordert diese bei Bedarf an. Das Bundeskabinett hat Steuererleichterungen für 2017 und 2018 beschlossen. Der steuerliche Grundfreibetrag soll 2017 von derzeit 8652 Euro auf 8820 Euro steigen, ein Jahr später auf 9000 Euro. Auch der Kinderfreibetrag und das Kindergeld steigen in den kommenden zwei Jahren. Der Kinderfreibetrag soll im kommenden Jahr um 108 Euro auf 4716 Euro angehoben werden und im Jahr 2018 dann auf 4788 Euro. Beim Kindergeld gibt es eine Erhöhung um zwei Euro im Monat.

Mehr Informationen über Altersvorsorge, Existenzsicherung oder Vermögensaufbau erhalten Sie von Ihrem persönlichen Unternehmensberater für den privaten Haushalt der TELIS FINANZ AG. Sie haben noch keinen Berater bei Ihnen vor Ort?

https://www.telis-finanz.de/berater-finden.html?value=

Lerne jetzt TELIS persönlich kennen!

Suche einen Berater in deiner Nähe!